2. Bildung und Kultur

Einleitung

Wie die Familienpolitik weist auch die rechtskonservative Bildungspolitik der AfD diverse Anknüpfungspunkte für rassistische sowie antifeministische Diskurse auf. So beklagt die Partei etwa eine Vergabepraxis von Professuren, bei der weniger »die wissenschaftliche Leistung« sondern »politische Gesinnung und Geschlecht« (S. 27) im Vordergrund stünden. Im Fokus der bildungspolitischen Forderung steht die
Vermittlung autoritär-konservativer Werte und Normen in Form »preußischer Tugenden« (S. 19/21/22).
Bildung versteht die AfD hierbei als Zusammenspiel von Wertetugenden und der praxisbezogenen,
leistungsorientierten Anwendung von Wissen, die nur einem ausgewählten Teil der Bevölkerung zugänglich sein soll (S. 20/22/24). Gesellschaftlich relevante Themen wie Interkulturelles Lernen, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit oder Geschlechterstudien finden entweder keine Erwähnung oder werden deutlich abgewertet (S. 28).

Auch in der Kulturpolitik der AfD verkommen kulturpolitische Vorschläge zu Instrumenten völkisch-nationaler Identitätsstiftung, kulturpolitische Forderungen laufen auf die direkte Einflussnahme des Staates auf kulturelle Institutionen hinaus und stellen damit die Freiheit von Kunst und Kultur in Frage. (S. 29)

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