2.7.5 Genderstudien streichen!

Die Frage nach der historischen und kulturellen Wandlung von Geschlechterrollen ist eine legitime Forschungsfrage der Geisteswissenschaften. Allerdings bedarf es dafür keiner eigenen Lehrstühle und Disziplinen. Wir wehren uns gegen eine schleichende Relativierung des klassischen Fächerkanons durch Einführung von so genannten Genderstudien. „Geschlecht“ ist keine geisteswissenschaftliche Disziplin.  Wir fordern deshalb, alle auf die Kategorie „Geschlecht“ bezogenen Lehrstühle zu streichen und wieder jenen ordentlichen Universitätsfächern zurückzugeben, denen sie zuvor weggenommen wurden.

Kommentar

Wenn die Frage nach der historischen und kulturellen Wandlung von Geschlechterrollen auch aus Sicht der AfD eine legitime Forschungsfrage ist, warum soll dann nicht mithilfe von Instituten und Lehrstühlen daran geforscht werden? Die Antwort liegt in dem Problem, das die traditionalistische AfD mit der Moderne hat. Die Naturwissenschaften sind nicht in der Lage, komplexe gesellschaftliche Phänomene, wie z.B. Geschlecht, vollständig zu erklären. Das kann man akzeptieren oder man stampft wutentbrannt mit dem Fuß auf und hofft, die Welt möge sich darüber verändern. Doch was in der Kindheit nicht funktioniert hat, wird auch in der Wissenschaft nicht funktionieren: Solange noch der Zwang des besseren Arguments in der Wissenschaft zählt, muss der Versuch der AfD, die Freiheit der Forschung einzuschränken, glücklicherweise scheitern.