1.12 Gegen die Gleichstellung der Ehe mit der eingetragenen Lebenspartnerschaft

Das Institut der eingetragenen Lebenspartnerschaft wurde geschaffen, damit auch gleichgeschlechtliche Paare eine eheähnliche Gemeinschaft eingehen und ihrem Verhältnis eine Rechtsform geben können.

Die eingetragene Lebenspartnerschaft ist jedoch etwas anderes als die Ehe von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen können und die unter dem besonderen Schutz des Staates steht. Eine vollumfängliche rechtliche Gleichstellung der Ehe mit der eingetragenen Lebenspartnerschaft, die sog. „Homo-Ehe“, lehnen wir deshalb strikt ab.  Dies gilt insbesondere für das Adoptionsrecht.

Kommentar

In der Debatte um die Öffnung der Ehe zeigt sich stets, dass Gegner so gut wie keine Argumente besitzen. Sie berufen sich meist auf das Grundgesetz, welches allerdings zu einer Zeit verfasst wurde, als Homosexualität noch ein Straftatbestand war und die Ehe vor allem dazu diente, Kinder in die Welt zu setzen. Dieses Verständnis von Ehe und auch die Realität verheirateter Paare hat sich jedoch erheblich gewandelt: Viele heterosexuelle Paare bleiben aus unterschiedlichen Gründen kinderlos und können dennoch heiraten und Verantwortung füreinander übernehmen oder trennen sich, verlieben sich in andere Menschen und/oder nehmen die Kinder ihrer Partnerinnen oder Partner (aus vorheriger Ehe) an.

Zudem bedeutet das Festhalten an dem veralteten Modell der Ehe, die nur zwischen heterosexuellen Paaren geschlossen werden kann, ein Adoptionsverbot für alle nicht heterosexuellen Paare. Das hat wiederum zur Folge, dass viel Kinder ohne Eltern aufwachsen müssen, obwohl es Paare gibt, die sie liebend gern in ihre Familie aufnehmen würden. Das ist nicht nur widersprüchlich, wenn es in Wirklichkeit um das Kindeswohl gehen soll, sondern entspricht schlicht nicht der aufgeklärten Position einer Mehrheit der deutschen Bevölkerung: 68 Prozent der deutschen Bevölkerung befürwortet die Öffnung der Ehe für Alle.

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