1.16.2 Qualifiziertes und motiviertes Personal in Sachsen-Anhalt halten

Unattraktive wirtschaftliche Rahmenbedingungen führen dazu, dass qualifiziertes und motiviertes Personal im Gesundheitswesen nur schwer zu gewinnen und zu halten ist. Das Lohngefälle in Deutschland und dem europäischen Ausland führt dazu, dass deutsche Ärzte zunehmend abwandern. Zuwandernde Mediziner aus Osteuropa verfügen dagegen häufig über mangelhafte Sprachkenntnisse. Dies erschwert eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung unserer Bürger allein schon durch ungenügende Kommunikationsmöglichkeit. Die AfD will daher Rahmenbedingungen schaffen, mit denen qualifiziertes und motiviertes einheimisches Personal regional gehalten wird.  Hierzu ist ein spürbarer Bürokratieabbau für allgemeinmedizinische Praxen notwendig, zudem ist auf Ausgleich des Lohngefälles zwischen Ost und West hinzuwirken. Medizinische Ausbildungsplätze in Sachsen-Anhalt sind zu fördern, allerdings so, dass eine Rückzahlung des Förderbetrages bei Abwanderung innerhalb festgelegter Zeiträume erfolgen muss.

Kommentar

Bereits im Jahr 2010 ließ sich nach Hochrechnungen eine Lücke von rund 5500 Medizinern in der BRD feststellen. In Sachsen-Anhalt ist 2015 jede zehnte Stelle unbesetzt. Allerdings gibt es bereits konkret ausgearbeitete Modelle, die diesem Ärzteschwund entgegenwirken sollen und können:

So arbeitet die Ärztevereinigung Sachsen-Anhalt gemeinsam mit den Krankenkassen an einem Modell, das Studierenden den Zugang zum Medizinstudium erleichtert und die Kosten der Ausbildung übernimmt. Im Gegenzug verpflichten sich die Studierenden nach dem Studium die fünfjährige Facharztausbildung in Sachsen-Anhalt zu absolvieren und danach fünf Jahre lang als Hausarzt in einem besonders unterversorgten Gebiet zu arbeiten.

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