3.1 Zuwanderung

Die Einwanderungs-, Asyl- und Integrationspolitik der etablierten Parteien führt geradewegs in eine soziale Katastrophe.

Kommentar

Kritik an politischen Opponenten ist selbstverständlich nicht unüblich und bis zu einem gewissen Grad auch legitim. In ihrer Anklage der Einwanderung-, Asyl- und Integrationspolitik der »etablierten Parteien« beschreitet die AfD allerdings den schmalen Grad zwischen Kritik und Aufwiegelung und übersieht dabei wichtige Abstufungen, Grenzziehungen und Unterschiede. Zumindest in Sachsen-Anhalt kann nicht die Rede davon sein, dass alle etablierten Parteien die selben Konzepte und Einstellungen zu Einwanderung, Asyl und Flucht. Z.B. ist die CDU in diesen Fragen sicherlich näher an der AfD als die SPD. Darüber hinaus wird die reale Politik stärker von den regierenden Parteien bestimmt als von der die Opposition, weshalb eine Gleichmachung »der etablierten Parteien« völlig unangebracht ist. Das dient nur dazu, die AfD als »alternativlose Alternative« dastehen zu lassen.

Und noch eine andere Taktik der AfD kommt zum Tragen: Die offensichtliche Lust an Konflikt und Katastrophe stellt ein wiederkehrendes Motiv ihrer Rhetorik dar. Die Botschaft ist die gleiche: »Es gibt keine Alternative, du hast gar keine Wahl, denn wählst du nicht AfD, geht Deutschland unter.« Das ist falsch, gefährlich und undemokratisch.

Durch den ungebremsten Zustrom von Millionen von Einwanderern, die unsere Sprache nicht sprechen, die aus Kulturen stammen, die uns zutiefst fremd sind, und die zumeist über keine besondere Qualifikation verfügen, werden Parallelgesellschaften zementiert.

Kommentar

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1. Einwanderung die BRD und Sachsen-Anhalt ist alles andere als einfach und daher nicht ungebremst.

2. Die Zahl neu angekommener Menschen in Sachsen-Anhalt betrug im ersten Halbjahr 2015 gerade einmal 25.763, wobei diese Zahl sogar den bundesdeutschen Zuzug enthält – keine Spur von »Millionen von Einwanderern«.

3. Der Kulturkampf kann noch so oft beschworen werden, aber in der Realität ist keine Kultur einer anderen Kultur »zutiefst« fremd. Kulturen dienen immer Menschen und Menschen brauchen auf der ganzen Welt die gleichen Dinge wie z.B. Liebe, Hoffnung und Erkenntnis.

4. Damit etwas »besonders« ist, braucht es immer nur den nötigen Kontrast. In Sachsen-Anhalt, dem »Altersheim der BRD«, reicht es daher schon aus, jünger als 44 zu sein, um als etwas Besonderes zu gelten. Und das erfüllt der Großteil der neuen Nachbarn.

5. Sogenannte Parallelgesellschaften bilden sich dort, wo Menschen ausgegrenzt werden und keine Redebereitschaft besteht. Eine Partei, die ständig den Konflikt predigt und alle außer sich der Lüge bezichtigt, ist damit ein weitaus größeres Risiko für parallele Gesellschaften als Menschen, die innerhalb von 12 Monaten die schwierige deutsche Sprache erlernen und währenddessen noch Betriebe, Nachbarschaftstreffen und Kunstprojekte gründen.

Integration wird unmöglich. Soziale Spannungen in einem bislang ungekannten Ausmaß kommen auf uns zu. Angesichts dieser Situation brauchen wir dringend eine demokratische Alternative, die sich in erster Linie an den Bedürfnissen unseres eigenen Volkes orientiert.

Gezielte Familienförderung, geeignete Qualifizierungsmaßnahmen und die Schaffung wirtschaftlicher und sozialer Anreize für junge Familien haben in jedem Fall Vorrang vor Einwanderung. Immigration kann keine Allzwecklösung für gesellschaftliche Fehlentwicklungen und Versäumnisse der etablierten Wirtschafts- und Sozialpolitik sein, denn sie schafft mehr Probleme als sie löst!

Daher fordert die AfD: So viel Zuwanderung wie nötig, aber so viel Familien- und Nachwuchsförderung sowie Qualifikation eigener Bevölkerung  wie möglich!

Kommentar

Im Kleide schöner Wörter, finden wir hier die klare Parole, mir der schon Parteien wie DVU, NPD und DIE RECHTE punkten konnten: »Deutsche zuerst!« Das ist völkisches Denken und läuft auf eine Politik hinaus, die von Egoismus und fehlender Solidarität geprägt ist.

Unter dieser Maxime ist eine qualifizierte Zuwanderung nach strengen Regeln anzustreben. Sie darf weder dazu führen, dass unser geschichtliches Bewusstsein, unsere Kultur und unsere Lebensweise verdrängt werden, noch, dass die Reallöhne sinken oder den Entwicklungs- und Schwellenländern die dort dringend benötigten Fachkräfte dauerhaft entzogen werden. Erst recht ist eine weitere Belastung unserer Sozialsysteme zu unterbinden.

Wir wollen daher ein Einwanderungsgesetz, das auf qualifizierte Fachkräfte und Unternehmer abstellt, um Zuwanderung genau in den Branchen zu ermöglichen, in denen der Mangel am größten ist. Zu häufig stehen gut ausgebildeten und integrationswilligen Einwanderern bürokratische Hürden im Weg, während andererseits die ungesteuerte Einwanderung über Familiennachzug, Duldungsmechanismen und unzulässige Ausnutzung des Asylrechts vielfach noch unterstützt wird. Auch hier muss ein Umdenken einsetzen: Integrationswille ist zu belohnen, Integrationsverweigerung entschieden zu sanktionieren.